Eine größere Summe liegt auf dem Konto, und die Hand zittert beim Kaufknopf. Alles sofort investieren, oder lieber in Raten über ein Jahr einstreuen? Dieser Rechner legt beide Varianten mit demselben Gesamtbetrag und demselben Enddatum nebeneinander.
Was der Rechner ehrlich sagt
Bei einer konstant positiven Rendite gewinnt die Einmalanlage rechnerisch immer. Der Grund ist simpel: Das Geld ist länger im Markt. Wer über zwölf Monate verteilt, hat sein Kapital im Schnitt gut ein halbes Jahr weniger investiert, und dieses halbe Jahr fehlt am Ende. Das ist kein Modellfehler, das ist die ganze Geschichte des Modells.
Und trotzdem verteilen viele
Reale Märkte laufen nicht mit konstanter Rendite, sie schwanken. Wer die ganze Summe kurz vor einem Rückschlag investiert, sitzt danach auf einem Buchverlust, der sich sehr real anfühlt. Das Verteilen senkt nicht die erwartete Rendite auf null, es senkt die Spannweite der möglichen Ergebnisse und macht den Einstieg leichter durchzuhalten. Eine Rendite- oder Verlustgarantie ist es nicht. Die Zahl im Rechner zeigt dir, was diese Ruhe im Modell kostet.
Annahmen
Konstante Rendite pro Jahr, monatlich verzinst, laufende Kosten werden direkt von der Rendite abgezogen. Keine zusätzlichen Einzahlungen nach der Verteilungsphase, keine Orderkosten, keine Steuer. Beide Varianten enden am selben Tag.
Unsere Einordnung zu langfristiger Rendite, Schwankungen und Kosten findest du unter Experten und Quellen. Die dort genannten Werte sind keine Prognose.
Häufige Fragen
Ist die Einmalanlage besser als ein Sparplan?
Im Modell mit konstant positiver Rendite: ja, weil das Geld länger im Markt liegt. In der Realität hängt das Ergebnis davon ab, wie der Markt in genau deiner Verteilungsphase läuft. Der Rechner zeigt dir den rechnerischen Unterschied, nicht die richtige Entscheidung für dich.
Was ist Cost-Average-Effekt?
Damit ist gemeint, dass man bei festen Raten in fallenden Phasen mehr Anteile bekommt und in steigenden weniger. Das glättet den Einstiegskurs. Ein Renditevorteil entsteht daraus aber nicht automatisch, wie dieser Rechner zeigt. Für laufendes Sparen aus dem Einkommen ist ein Sparplan trotzdem der natürliche Weg, weil das Geld ja erst nach und nach da ist.
Über wie viele Monate sollte man verteilen?
Der Rechner lässt 1 bis 36 Monate zu. Je länger die Verteilung, desto größer der rechnerische Rückstand, aber desto kleiner das Risiko, alles zum ungünstigsten Zeitpunkt zu kaufen. Viele wählen einen Zeitraum, den sie ohne Bauchschmerzen durchhalten, oft sechs bis zwölf Monate.
Was passiert mit dem Geld, das noch nicht investiert ist?
Der Rechner rechnet es mit null Prozent, es liegt also unverzinst herum. Wenn du das Restgeld auf einem Tagesgeldkonto parkst, wäre der Rückstand des Sparplans etwas kleiner als hier gezeigt. Wie viel dabei herauskommt, rechnest du im Tagesgeld-Rechner nach.
Ist die Steuer berücksichtigt?
Nein. Beide Varianten werden vor Steuern gerechnet, damit der Unterschied allein aus der Zeit im Markt sichtbar wird. Eine Rechnung mit Steuer auf den Gewinn findest du im Sondertilgung-vs-ETF-Rechner.
Keine Anlage-, Steuer- oder Finanzberatung. Alle Werte beruhen auf deinen Annahmen und vereinfachten Modellrechnungen. Historische Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die Zukunft.